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„Ist das toll hier", schwärmte so auch Reinhard Steininger, als er in dem weitläufigen Schaugelände der Abteilung Landespflege durch die farbenprächtig blühenden und duftenden Blumenwiesen
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und entlang grün und lebendig eingewachsener Dächer spazierte. Er war mit Mitgliedern des Bienenzuchtvereins Hauzenberg aus Pfarrkirchen im Bayerischen Wald gekommen, obwohl sie in Waldkirchen eine kleine Landesgartenschau vor der Haustür haben |
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Neu war für den Niederbayer wie für Tausende von Besuchern der „intelligente" Blumenkasten, den Dr. Friedgard Schaper (2.v.l.), die Leiterin des seit 2004 bei der LWG in Veitshöchheim ansässigen Fachzentrums für Bienen allen Blumenfreunden für Terrasse und Balkon empfahl. Selbst Anneliese Hartmann von der LWG-Gartenakademie, die fachkundig durch das Gelände an der Steige führte, hatte zuvor davon noch nichts gehört. Des Rätsels Lösung: Viele neugezüchtete Blumensorten wie die gefüllte Begonie seien für Bienen völlig wertlos, da sie nicht den lebensnotwendigen Pollen produzieren.
Die Leidtragenden sind dann nach Scharpers Worten Gartenbesitzer, die mangels bestäubter Blüten im Sommer keine Erdbeeren und Kirschen und im Herbst keine Birnen, Pflaumen und Äpfel ernten können. Die Bienenexpertin hatte deshalb eine Liste von über 50 Sommerflor-Kombinationspflanzungen erstellt und empfohlen, in Balkonkästen so neben gefüllten Blumen auch viel Kräuter zu pflanzen, die dann nicht nur für Bienen sondern auch noch für die eigene Küche von Nutzen sind.
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| Hoch interessant vor allem für viele Kinder war gleich nebenan am Stand von Dr Stefan Berg an der „Blick ins Bienenvolk", wo ihn beispielsweise die achtjährige Maja, voll ihrem Namen gerecht werdend, aus Tauberbischofsheim wissbegierig über das Leben der Bienenkönigin ausfragte. |
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Wie der von Bienen gesammelte Honig von der Wabe bis ins Glas kommt, demonstrierte Markus Siegel in der Imkerei.
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„Nirgendwo sonst sieht man so viele Beet- und Balkonpflanzen auf einen Platz wie bei uns in Veitshöchheim" sagte Hartmann wenige Schritte weiter voller Stolz im Versuchs- und Schaugarten vor dem Schulgebäude. Zu sehen war hier jedoch nur eine kleine Neuheiten-Auswahl. Wegen der bevorstehenden Erweiterungsbauten hatte die Zierpflanzenabteilung das mit über 800 neuen Beet- und Balkonpflanzen größte Prüffeld in Deutschland am Hang über dem Internatsgebäude ausgelagert.
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Selbst Erwerbsgärtner aus Spanien und gar aus Florida lassen hier ihre Jungpflanzen wissenschaftlich testen, |
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ebenso auch verschiedene Firmen ihre Bewässerungssysteme (links). |
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Die Besucher konnten darüber abstimmen, welche Balkonblumenkästen ihnen am besten zusagten. |
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Überhaupt stießen die Besucher auf eine Fülle schöner Gartenszenen, so dass man trotz des riesigen Besucherandrangs und sommerlicher Hitze in vielen Schattenbereichen wie etwas abseits beim Gang durch den fernöstlichen Garten im Bambushain,
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durch den Bauerngarten
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| oder entlang der Teichlandschaft entspannen konnte. |
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Im Mittelpunkt standen heuer erstmals die 30 Auszubildenden der LWG, die laut Hartmann der größte gärtnerische Ausbildungsbetrieb weit und breit ist. Mit eigenen Aktionen führten Azubis die Besucher in die insgesamt neun Berufe ein, die junge Leute hier vom Gärtner aller Fachrichtungen über Winzer, Weinküfer, Chemielaborant bis hin zum Tierwirt der Fachrichtung Bienenzucht erlernen können.
So informierte die künftige Zierpflanzengärtnerin Saskia Salomon, welchen Einfluss Stickstoff, Phosphor und Kalium als Hauptnährlieferanten auf das Wachsen und Gedeihen von Balkonblumen haben.
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Wie man auf dem Balkon oder der Terrasse mit hochwachsenden Bohnen, Gurken oder Kürbissen Struktur und attraktiven Sichtschutz entstehen lassen kann, bei bester Ernte natürlich, verriet LWG-Gemüsebauleiterin Marianne Scheu-Helgert. Dass sich hierzu auch resistente Hausreben durch Pfahlerziehung (Foto links) eignen, demonstrierte Peter Leipold, der im Lehrberuf Winzer erst vor Kurzem den Berufswettkampf seiner Altersklasse auf Bezirksebene gewann. |
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In der von Dr. Hermann Kolesch von der LWG-Strukturentwicklung aufgebauten Weinstraße konnten sich Interessenten gleich mit den empfohlenen Rebsorten eindecken und diese am Tourismus-Stand „WEIN.SCHÖNER.LAND" kosten. |
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In zwei Stunden hatten bis zur Mittagszeit schon erstaunlich viele der über 50 Weinkoster richtig beurteilt, dass die gleiche Silvanerrebsorte auf Keuper in Abtswind würzig, auf Muschelkalk des Würzburger Stein fruchtig und auf Urgestein in Hörstein pikant schmeckt.
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Samentüten „Veitshöchheimer Sommer" gab es am Glücksrad der Landespflegerin Brigitte Wolf zu gewinnen. Hier musste der Samen der Blume oder umgekehrt zugeordnet werden.
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Samentüten wie „Basilikum", „Essbare Blüten" oder "Trichterwinde" verteilte beim Fotoshooting mit Besuchern Deutschlands beliebteste Gartensendung „Querbeet". |
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200 Liter Wasser pro Quadratmeter benötigt ein Rasen in Deutschland zusätzlich, verdeutlichte Landespfleger Martin Degenbeck (hi.re.). Er riet Interessenten, lieber seltener dafür aber durchdringend zu wässern. |
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In die Geheimnisse der Mostvergärung ließen sich die aus Mühldorf am Inn angereisten Eheleute Karl und Georgine Asbeck von Erna Schindler vom Fachzentrum Analytik einführen. Die beiden sind seit kurzem Pächter einer großen Streuobstwiese. |
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Im Rosengarten des Obstbaum- und Baumschulen-Versuchsbetrieb Stutel der LWG an der Thüngersheimer Staustufe stachen vor allem die roten Rosen wie die „Fleur Robuste Polo" den Besuchern schon von weitem sofort ins Auge. |
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Trotz sengender Sonne großer Andrang herrschte am Info-Stand des Stutel-Liters Klaus Körber. Kein Wunder, hatte der „Clematis- und Rosenpapst" doch wieder viele fundierte Tipps auf Lager, die er höchst unterhaltsam an den Mann brachte. So riet er: „Alle Clematis, die ab Juni blühen, im Herbst radikal runter schneiden". Im nächsten Jahr bleibe man dann von der gefürchteten Clematiswelke verschont. Einsteigern empfahl er sommerblühende Sorten rund um die italienische Waldrebe (Vitcellas). |
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Viel zu tun hatte auch Alfons Weiglein, von Besuchern erworbene Obstbäume zu veredeln. |
| Weitere Fotos |

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Mehrjährige, winterharte Kübelpflanzen |
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Die schwarzäugige Susanne beeindruckte |
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Kräuterstand |
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Kinderprogramm durch die TGV-Turnabteilung |
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