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Wein-, Natur- und Kulturlehrpfad als neue touristische Attraktion in Veitshöchheim übergeben PDF Drucken E-Mail
webweinlehrpfadtafelgeschichteGemeinde investierte 35.000 Euro

Veitshöchheim ist um eine weitere touristische Attraktion reicher. Ein Vierteljahrhundert nach der Pflanzung der letzten Rebe im August 1984 rückt die Gemeinde Veitshöchheim den modellhaften Weinbau der Lage „Fachtel" mit der Eröffnung eines Wein-, Natur- und Kulturlehrlehrpfades ins rechte Licht.

 

 

 

 

 

weinlehrpfadjuryvorsitzender Gerade noch rechtzeitig zum Besuch der Jury „Entente Florale 2009" am 8. Juli hatte die Firma Kressbau 14 große Infotafeln und zwölf kleinere Sortenbeschriftungs-Täfelchen entlang eines zwei Kilometer langen Rundweges durch die Weinlage „Sonnenschein" installiert (im Bild links macht gerade Juryvorsitzender Dr. Rüdiger Kirsten ein Foto von der Tafel "Rosen im Weinberg")
webweinlehrpfadtafelrosen1 Hier noch einmal die gleiche Tafel, dieses Mal mit Blick ins Maintal.

weinlehrpfadwillkommen

  • Die  Gemeinde ließ sich die Realisierung 35.000 Euro kosten, wobei diese Summe noch durch Sponsorengelder minimiert worden ist bzw. noch weiter werden soll.
  • Bei der Konstruktion der Tafeln beriet Landschaftsarchitekt Stieber, Güntersleben. Die Tafeln fertigte die ortsansässige Metallbau-Firma Röder und die Folien druckten nach dem Layout der Graphic-Designerin Ingrid Schinagl die Elmar Hahn Studios in Veitshöchheim.
  • Neben der gemeindlichen Kulturreferentin Karen Heußner, die den Lehrpfad federführend unter ihren Fittichen hatte, trugen viele Fachleute dazu bei, dass hier nun für die Besucher neben Wissenswertem zum Weinbau auchThemen populärwissenschaftlich aufbereitet sind, die Landschaftswahrnehmung und das Landschaftsverständnis für den regionaltypischen Kurztourismus integrieren.
  • So gibt es, wie die Übersicht auf Tafel 1 zeigt, auch viel Interessantes über biologische Zusammenhänge von Boden und Pflanzenwelt, über Geschichte, Klima und die einzigartige Kulturlandschaft.

weinlehrpfad2geschichte

  • Dr. Martina Edelmann vom Kulturamt der Gemeinde dokumentierte auf Tafel 2 - Geschichte des Weinbaus - , dass schon 779 in Veitshöchheim Wein angebaut wurde. Als Abgabestelle für den Wein, der an den Würzburger Fürstbischof als Landesherr der Veitshöchheimer abzuführen war, errichtete dieser 1683 die fürstbischöfliche Kellerei in der Herrnstraße. Deren Keller wird auch heute noch von der LWG für repräsentative Weinproben genutzt wie zuletzt auch für die Jury „Entente Florale".

weinlehrpfad8qualitaetsmanagement

  • Überhaupt kam der Gemeinde bei der Konzipierung des Lehrpfades zugute, dass die Abteilung Weinbau und Rebenzüchtung der Bayerischen Landesanstalt im Ort beheimatet ist. So erarbeiteten Professor Klaus Wahl, Dr. Arnold Schwab und Landespfleger Johannes Pitzer Tafelbeiträge über Weinqualitätsmanagement (Tafel 8),

weinlehrpfad9standortfrage

  • Standortfrage (Tafel 9),

weinlehrpfad4biotopverbund

  • Biotopverbund (Tafel 4),

weinlehrpfad5trockenmauern

  • Trockenmauern und Steinriegel (Tafel 5)

weinlehrpfad6geologie

  • Geologie (Tafel 6)

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  • Erosion und Abtragung von Boden (Tafel 11)

weinlehrpfad3ausblick

und Ausblick in die Landschaft (Tafel 3).
Entlang des Lehrpfades fällt der Blick

weinlehrpfad10ravensburg

  • auf historische Plätze wie die Ruine Ravensburg (Tafel 10) und jenseits des Mains auf den größten Streuobstbestand Nordbayerns zwischen Margetshöchheim und Erlabrunn und auf den mit 120 Hektar größten Schwarzkiefernbestand in Mitteleuropa im Bereich der gegenüber liegenden Hangkuppen.

weinlehrpfad12flurbereinigung

  • Dargestellt wurde von Frau Edelmann auch die modellhafte Flurbereinigung der Weinbergslage „Fachtel" (Tafel 12). Statt „Tabula rasa" wurde hier für den ökologischen Ausgleich weit mehr als notwendig getan. Eingebettet in die beiden Naturschutzgebiete oberhalb und unterhalb der Weinbergslage schuf man nämlich zu den bereits vorhandenen fünf Biotopflächen zusätzliche Ersatzpflanzungen und landschaftsprägende Grünordnungsmaßnahmen.

weinlehrpfad7waldsaumpflege

  • Ein von Hubert Marquart vom Landschaftspflegeverband Würzburg erstelltes Kapitel ist der oberhalb des oberen Talbergweges durchgeführten Waldsaumpflege (Tafel 7) gewidmet. Diese erst kürzlich durchgeführte Maßnahme bewirkte die Regeneration und Sicherung der hohen Biodiversität mit einem besonders hohen Anteil an seltenen und gefährdeten, bayernweit bedeutsamer Saumarten.

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Kulturreferentin Heußner schließlich erarbeitete den Text der Tafeln über den Weinbergs-Heiligen Urban (Tafel 13)

weinlehrpfad14rosen

  • und „Rosen im Weinberg". Diese Tafel 14 dokumentiert einen alten Brauch, nach dem Rosen neben ihrem Effekt als „Indikatorpflanze" mit ihren Blüten und Hagebutten auch zu einer optischen und ökologischen Bereicherung im Weinberg sorgen, wie dies neben der Tafel augenscheinlich ist.

schneckenlogo

  • Alle Tafeln ziert erstmals das von Ingrid Schinagl entworfene Schnecken-Logo, das farblich differenziert mit seiner klaren Form auch alle anderen neuen „Veitshöchheimer Wege" wie den Weg der Jahresbäume, den Jogging- und Walking-Parcour und die Info-Guide-Tafeln der Sehenswürdigkeiten des Ortes prägt.