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Im Rahmen des Wettbewerbs "Veitshöchheim blüht auf" hat sich der Förderverein der Hauptschule zum Ziel gesetzt, den beim Bau der Freisportanlage 1990 errichteten Schulgarten der Hauptschule zu neuem Leben zu erwecken und ihn einer multifunktionalen Nutzung zuzuführen.
Fördervereinsvorsitzender Sigi Hofmann lud Ende September 2008 zur Ortseinsicht ein, um mit Rektor Otto Eißner, Herrn Pfitzer von der Abteilung Landespflege der LWG, Gärtnermeister Sebastian Heller, Hausmeister Volker Wendinger und dem Eigenheimerbund-Vorsitzenden Herbert Mennig eine Bestandsaufnahme zu machen und das weitere Vorgehen abzuklären.

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SW-Fotos von der Eröffnung im Jahr 1990 von D.G.
Text lt. Jahreschronik: Die Schule verfügt nun auch über einen Modell-Schulgarten. Zu Sommeranfang konnte das 2000 Quadratmeter Areal mit einem Kostenaufwand von 150.000 Mark fertiggestellt und der Schule übergeben werden. Die in Zusammenarbeit mit der örtlichen Landesanstalt und dem Landschaftsplaner Thomas Struchholz konzipierte großzügige Anlage ist in mehrere Bereiche mit Feuchtbiotop, Trockenwiese, Schülerbeete, Pflanzarche und einem gepflasterten Platz mit Gerätehütte für den Freiunterricht unterteilt.
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Die schulische Nutzung des 1990 modellhaft angelegten Schulgarten ist in den letzten Jahren aufgrund des geänderten Lehr- und Stundenplans der Hauptschule mehr und mehr zurück gegangen.
Der Schulgarten hat sich jedoch in den letzten Jahren aufgrund seiner naturnahen Gestaltung zu einer Oase im Grünen mit parkähnlichem Charakter inmitten der umliegenden Bewegungs- und Spielräume entwickelt und bietet sich somit an, nicht nur als Klassenzimmer im Grünen, als Natur-, Sinnes- und Ruhe-Raum, sondern auch als Aufenthaltsraum für die Pausen und in der Freizeit und multifunktional auch außerhalb des Schulbetriebs genutzt zu werden.
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Konzeptionell kann die Schulgartenarbeit für die fächerübergreifende Arbeit genutzt werden. Sie kann Motivation zum Lesen und Schreiben von Sach- und Gebrauchstexten sein Beobachtungsprotokolle,Tagebücher, Skizzen, Rezepte, Vorgangsbeschreibungen).
Weitere sachunterrichtliche (soziale und historische) Zusammenhänge können erschlossen werden (Landwirtschaft früher und heute, Beruf des Bäckers, Erzeugung von Nahrungsmitteln, Bestandteile und Zubereitung von Mahlzeiten, gesunde Ernährung).
Neben dem Verstehen biologischer Sachzusammenhänge können die Kinder im Schulgarten Grunderfahrungen (Jahreszeitenrhythmus) sammeln und vertiefen und lernen, dass und wie Vorgänge im Naturhaushalt vom Menschen beeinflusst werden können. Der Schulgarten bietet einen geeigneten Rahmen für Kinder, eigene Informationen und Materialien zum jeweiligen Thema einzubringen.
Ursprünglich wurde im Schulgarten für jede Klasse eine Gemüsegartenfläche angelegt. Für Schulgartenarbeit für jede Klasse wie auf dem gestellten Bild zu sehen, lässt jedoch der Lehrplan der Hauptschuledem keinen Raum mehr. |
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Diese Schüler suchten im Biologieunterricht den Schulgarten auf. Einen besonderen Wert hat für die Insektenwelt das hier am Rand deponierte Totholz . Viele Käfer und deren Larven ernähren sich von dieser Quelle. In den von anderen Insekten vorgebohrten Holzgängen legen die von Schadinsekten lebenden Solitärbienen und -wespen ihre Eier ab. |
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Marienkäfer, Schlupfwespen und Ohrwürmer, für den Garten wichtige Blattlausvernichter, sind ebenfalls Bewohner des Reisighaufens. Die Mehrzahl der Tiere, die hier leben, tragen also aufgrund ihrer räuberischen Lebensweise zur Einhaltung des biologischen Gleichgewichts im Garten bei.
Auf dem Tisch vor der Hütte begutachten die Schüler ihre Funde.
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Die Fläche mit dem Rasenpflaster vor der Hütte, deren Pergola inzwischen vermorscht ist, wird aber nur noch selten als grünes Klassenzimmer genutzt. |
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Bei der Ortseinsicht bestand Übereinstimmung, dass die in drei Sektoren angeordneten Nutzgarten-Beetflächen in dieser Größenordnung für den Schulbetrieb überdimensioniert sind, deshalb mehr und mehr verwildern. Im Plan links hat Herr Pfitzer von der LWG das Besprechungsegebnis zeichnerisch dokumentiert. Vorgeschlagen wird:
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- Die Beet-Nutzflächen werden bis auf 3 Nutz-Beete am Rand zum Säen, Ernten und Verarbeiten von Kräutern und Gemüse reduziert (davon eines als Kräuter-Hochbeet)
- Die Restflächen werden mit Rasenpflaster befestigt (ca. 105 m²) und mit 3 Sitzpodesten und 7 Muschelkalkblöcken mit Holzauflagen ausgestattet. (ermöglicht Nutzung als Ruhe-Raum, in denen sich Schüler in kleinen Gruppen treffen können. Sitzgelegenheiten und Nischen bieten Platz für ungestörte Kommunikation.
- Die neue Rasenpflasterfläche kann zusammen mit der bestehenden vor der Hütte als Einheit für schulische und außerschulische Veranstaltungen (z.B. auch Konzerte, Freiluft-Theater oder Schulfeste u. a.) genutzt werden.
- Wasseranschlussstelle muss verlegt werden. Stromanschluss sollte geschaffen werden (auch um Illumination in den Abendstunden zu ermöglichen).
- Zur Begrenzung und Abschirmung ist am südlichen Rand zum Eingang hin ein Beerenobst-Spalier vorgesehen.
- Die beiden Wiesenflächen zu beiden der Seiten der Rasenpflasterflächen möchte der Förderverein Künstlern für Skultpturen im Rahmen des Projekts "Kids und Kunst" zur Verfügung stellen.
- Den Aufwand für die Umgestaltung schätzt Herr Pfitzer auf ca. 14.000 € (ohne Beleuchtung und Stromversorgung und Instandsetzung Hüttendach und Pergola).
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