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Der LPV hatte den Waldsaum im Februar 2009 auf einer Länge von 500 Meter und einer Tiefe bis zu 50 Meter unter Bewahrung des Waldcharakters ausgelichtet.
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Den Exkursionsteilnehmern konnte der Landkreis-Naturschützer nun schon wenige Monate nach diesen Pflegearbeiten zeigen, dass diese „Auslichtungskur" mit Reduzierung des Beschirmungsgrades um 50 Prozent (hauptsächlich Fällung von Buchen) schon ihre Wirkung zeigt und die optimale Regeneration und Sicherung der hohen Biodiversität des Waldsaums gelungen ist. |
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| Die Wanderung entlang des Dorlesweges ging hier am Rande eines artenreichen Mischwaldes mit Eiche, Kiefer, Buche, Speierling und Elsbeere (im Bild links) entlang, der in den letzten 50 Jahren keinerlei Niederwaldnutzung mehr erfuhr und mit viel Totholz und Baumhöhlen gesegnet ist. |
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Diese sind laut Marquart ein ideales Sommerquartier für die Mops-Fledermäuse, von denen bis zu 30 Tiere in einer Höhle hausen. |
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Der schon 1941 unter Naturschutz gestellte Edelmannswald im Unterwuchs des talseitigen Waldsaums flächendeckend eine sehr artenreiche, buntblühende Pflanzendecke, darunter auch verschiedene Orchideenarten und einem hohen Anteil an seltenen und gefährdeten, bayernweit bedeutsamer Saumarten. |
| Im Laufe der Jahre sind aber durch dichten Strauch- und Baumbewuchs vor allem durch die unkontrollierte Ausbreitung der Buche mit ihrem dichten Schattendach von dieser artenreichen und buntblühenden Bodenvegetation im wärmeliebenden Saumunterwuchs nur noch spärlich Pflanzen einzelner Saumarten übrig geblieben. |
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Besonders die hier von Botanikern gefundene und in ihrer besonderen Ausprägung weltweit einzigen Arten der Mehlbeere mit ihren glänzend grünen, gezackten Blättern und vogelbeerartigen orangefarbenen Früchten kann sich hier nun wieder prächtig entwickeln, wie Marquart an einzelnen Exemplaren zeigte. |
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| Auch der Diptam, auch Aschwurz oder „Brennender Busch" genannt, hat sich teilweise schon als blühende Fläche ausgebreitet. Diese Pflanzenart mit ihren traubigen rosa- bis lilafarbenen Blütenständen steht seit 1936 unter Naturschutz, denn sie kam schon damals nur vereinzelt in Mitteleuropa vor. |
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Interessant wird auch sein, wie sich die wie die Margerite aussehende doldige, demnächst blühende Wucherblume entwickelt. |
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Angetroffen wurde am Dorlesweg-Rand auch die gelbblühende Bergkronwicke, die hier am letzten Standort in Nordbayern als einzige Pflanze dem Bergkronwidderchen, einem kleinen Schmetterling Nahrung bietet. |
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Ebenfalls gelbe Blüten hat im August auch der Arznei-Haarstrang, ein Doldenblütler, der in unserem Raum laut Marquart nur noch hier und in Ochsenfurt anzutreffen ist. |
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In voller Sonne gedeiht hier nun auch wieder prächtig die weiße aufrechte Waldrebe, die nach der Bundesartenschutzverordnung als gefährdet eingestuft ist. |
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Für einen Kontrast und Lichtblick sorgt im gelichteten Waldsaum der hier schon reichlich vorhandene pinkfarben blühende Storchschnabel. |
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Ein tolles Landschaftserlebnis
Ein weiterer positiver Nebeneffekt hat die Auflichtung des Waldsaumes auch für die vielen Wanderer die hier auf dem Mainhöhenwanderweg Richtung Thüngersheim unterwegs sind: Es eröffnen sich nun wunderbare Ausblicke über die Weinbergslage „Fachtel" hinweg ins Maintal auf die Streuobstwiesen auf der Mainseite in Margetshöchheim und über die Burgruine Ravensburg hinweg liegt der Naherholungssee des Zweckverbandes und Erlabrunn zu Füßen.
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Der Veitshöchheimer Architekt Walter Schilling, Herausgeber von "Die Burgen Schlösser und Herrensitze Unterfrankens", erläuterte den Exkursionsteilnehmern die Geschichte der Ravensburg. Am Ende gab es noch eine Erfrischung durch die Winzerin Adelheid Burghardt aus Thüngersheim mit Spezialiäten aus dem Gambacher Naturschutzgebiet.
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Vom einzig als Torso verbliebenen Burgfried der eröffnet sich ein sagenhafter Blick ins Maintal. |