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Nach den Worten des Landkreis-Naturschützers verhindern dichter Strauch- und Baumbewuchs eine artenreiche und buntblühende Bodenvegetation. Dieser Übergangsbereich von den Weinbergen zum Wald sei als Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen, insbesondere des wärmeliebenden Saumunterwuchses fast völlig verloren gegangen.
Die optimale Regeneration und Sicherung der hohen Biodiversität mit einem besonders hohen Anteil an seltenen und gefährdeten, bayernweit bedeutsamer Saumarten wie Mehlbeere, Bergkronwicke und -Widderchen, Arzneiharrstrang, breitblättrigem Laserkraut und Deutschem Alant ist auch ein besonderes Anliegen des Gerbrunner Professors Dr. Lenz Meierott (Bildmitte).
Wie er in alten floristischen Quellen entdeckte, hatte der Edelmannswald vor über 100 Jahren einen sehr lichten Charakter. Dadurch konnte über viele Jahrzehnte im Unterwuchs flächendeckend eine sehr artenreiche, buntblühende Pflanzendecke wachsen. Überaus häufig anzutreffen waren so hier auch verschiedene Orchideenarten, insbesondere Frauenschuh, Diptam und Haarstrang.
Seit über 50 Jahren erfolgt hier jedoch keine Niederwaldnutzung mehr. Dadurch habe sich vor allem auch die Buche in den extrem warmen Waldrandbereichen ausgebreitet. Ihre starke Beschattung habe langsam den lichtbedürftigen Unterwuchs verdrängt und zu einer starken Artenverarmung in diesem Waldbereich geführt. Es seien, so der Professor, im schattigen Überstand von Bäumen nur noch spärlich Pflanzen einzelner Saumarten vorhanden.
Weltweit einzigartig
Das 1941 unter Naturschutz gestellte Gebiet ist laut Meierott ein bedeutender Standort für zahlreiche endemische Mehlbeerenarten, deren systematische Erforschung noch längst nicht abgeschlossen sei. Die hier von Botanikern erst kürzlich gefundenen Mehlbeeren seien in ihrer besonderen Ausprägung weltweit einzigartig. Die endemischen Mehlbeeren würden ebenfalls lichte Waldränder benötigen, um sich gut entwickeln zu können.
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