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Büro Haase erstellt Energieleitplan - Ziel CO2-neutrale Gemeinde PDF Drucken E-Mail
energieleitplanbestandsplanDer Gemeinderat hatte am 17.2.2009 beschlossen, für die Aufstellung eines Energieleitplanes für das gesamte Gemeindegebiet und soweit erforderlich für einzelne Projekte das Architekturbüro Haase, Karlstadt zu beauftragen.

Im Vollzug dieses Beschlusses billigte nun das Gremium in der Sitzung am 5.5.2009 das Honorarangebot des Büros für die Erarbeitung des Energieleitplanes in Höhe 70.400 € (160 Arbeitstage x 8 h x 55 €) zuzüglich 4 % Nebenkosten und 19 % MwSt.

siehe auch

Zunächst  wird ein Antrag auf Gewährung eines Zuschusses von 80 % der Honorarkosten beim  Bundesumweltministerium in Berlin eingereicht.

Zielsetzung der Untersuchungen ist, die Einsparpotentiale für öffentliche und private Gebäude aufzuzeigen, umsetzbare Maßnahmen zur Energieeinsparung und regenerative Energieerzeu-gung zu entwickeln und ein Gesamtkonzept für eine CO²-neutrale Gemeinde zu erstellen. Das Leitbild der CO²-Neutralität soll sowohl bei der Errichtung und Sanierung von Gebäuden als auch langfristig für die gesamte Gemeinde umgesetzt werden.

Begründung:

  • Die Gemeinde Veitshöchheim ist eine für die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit aufgeschlossene Kommune, die versucht ihre Planung auf mittel- und langfristige Ziele auszulegen, und innovative Konzepten sucht und umsetzen möchte. Neben der Teilnahme am Bundeswettbewerb „entente florale" (unsere Stadt blüht auf) lässt die Gemeindeeinen Energieleitplan und ein Verkehrskonzept für den Ort erstellen.
  • Die zudem anstehenden Sanierungen einiger öffentlicher Gebäude sollen in Abstimmung mit dem Klimaschutzkonzept - als sogenannte „energetische Keimzellen" - energetisch vorbildhaft durchgeführt werden und somit die ersten Schritte der Umsetzung darstellen.
  • Aufgrund des Tourismus sowie der großen Anzahl öffentlicher und gemeinnütziger Gebäude ist in Veitshöchheim eine große Multiplikatorwirkung wahrscheinlich.
  • Mit der Teilnahme an dem Wettbewerb „entente florale", welcher ökologische Aspekte beinhaltet, wurde in der Gemeinde eine Basis geschaffen, auf die mit dem Klimaschutzkonzept aufgebaut werden kann. Die vorhandene Bereitschaft zum Engagement für die Umwelt in Veitshöchheim, die sich auch in der Gründung des agenda21-Arbeitskreises und der gemeindlichen Unterstützung des örtlichen Energieberatervereins ausdrückt, kann für die kann für die Umsetzung und den Erfolg dieses Konzeptes genutzt und weiter gestärkt werden.
  • Der Gemeinderat hat beschlossen, diese Konzeptionierung durch das externe, interdisziplinär agierende Fachbüro Haase, Karlstadt erstellen zu lassen. Bei der Wahl des Planers wurde Wert gelegt auf ausreichende Erfahrungen bei ganzheitlichen Planungen. Neben dem Fachbüro sollen weitere Spezialisten für einzelne Sektoren integriert werden, um so ein ganzheitliches Konzept möglichst effektiv erstellen zu können.
  • Das Ziel der Untersuchungen ist, die Einsparpotentiale für öffentliche und private Gebäude aufzuzeigen, umsetzbare Maßnahmen zur Energieeinsparung und regenerativer Energieerzeugung zu entwickeln und ein Gesamtkonzept für eine CO2-neutrale Gemeinde zu erstellen. Das Leitbild der CO2-Neutralität soll sowohl bei der Errichtung und Sanierung von Gebäuden als auch langfristig für die gesamte Gemeinde umgesetzt werden.
  • Dabei gilt es
    • durch eine umfassende Bestandsaufnahme den baulichen Bestand gemeindeeigener, privater und gewerblicher Gebäude zu analysieren und das Einsparpotential festzustellen.
    • bisher ungenutzte Energiequellen möglichst effektiv zu nutzen, und Potentiale von dezentralen möglichst regenerativen Energieerzeugern zu erschöpfen.
    • die verschiedenen relevanten Sektoren miteinander zu verknüpfen und Synergien zu nutzen.
    • ein Bewusstsein bei den Einwohnern Veitshöchheims für das Thema Energieeinsparung zu entwickeln und Anreize für energetische Sanierung von Privatgebäuden zu schaffen.
    • langfristig zu einer schrittweisen CO2-Neutralität der Gemeinde zu kommen, und damit ein Vorbild für andere Gemeinden zu schaffen.
  • Hierbei soll folgendermaßen vorgegangen werden:
    • Der private Gebäudebestand der verschiedenen Ortsteile wird untersucht und analysiert. Auf dieser Basis werden Energiekarten des Ortes erstellt, um die Verteilung der energetisch relevanten Größen innerhalb des Ortes festzustellen.
    • Die gemeindeeigenen Gebäude werden untersucht und in Hinblick auf Poten-tiale zur Energieeinsparung und CO2-Minderung analysiert.
    • Ungenutzte Energiequellen wie Abwärme aus Kühlvorgängen und Produktions-prozessen, Abwasserentwärmung werden auf Potential und Nutzbarkeit untersucht und in die Energiekarten eingearbeitet.
    • Die Straßenbeleuchtung der Gemeinde wird untersucht und das Ergebnis in eine Energiekarte eingearbeitet.
    • Der verbleibende Energiebedarf sowie die Deckungsmöglichkeiten durch rege-nerative Energiequellen wie Sonne, Wind, Biomasse, usw. wird ermittelt und daraus mögliche Nahwärmenetze abgeleitet.
    • Um auch im Privatbereich energetische Sanierungen anzuregen, werden ge-meindeeigenen Förderprogrammen zur CO2-Minderung und Energieeinsparung für Privathaushalte sowie eine Satzung zur Planung von Neubaugebieten entwickelt.
    • - Durch das Erarbeiten und Betreuen von Schulprojekten und Infoveranstaltun-gen soll das Thema Energieeinsparung/CO2-Minderung weiter in das Bewusstsein der Einwohner gebracht, und somit ein privates Engagement entwickelt werden.
    • Der Sektor Verkehr wird über eine parallel beauftragte Untersuchung analysiert und in das Klimaschutzkonzept integriert. Hierbei ist eine enge Zusammenarbeit der für die Konzepte zuständigen Fachbüros vorgesehen, so dass die Ent-wicklung beider Konzepte miteinander verknüpft werden kann.
    • Die Zwischenergebnisse werden dargestellt und in Arbeitsgruppen diskutiert, um die Entscheidungsträger und Betroffenen besser in den Planungsprozess zu integrieren.
    • Aus den Ergebnissen der Untersuchungen wird ein Maßnahmenkatalog erstellt, in dem auch Kosten und Einsparpotentiale ablesbar sind. Anhand eines Zeit-planes werden Prognosen zur Gesamteinsparung von Energie und CO2 auf-gestellt.
    • Um die Umsetzung der Maßnahmen mit dem aufgestellten Zeitplan abgleichen zu können, wird ein Controlling-Konzept entwickelt, und so auch langfristig die Entwicklung festgehalten