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Gemeindewald - Grünes Klassenzimmer |
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Bereits zum fünften Mal als „grünes Klassenzimmer" dient in der zweiten Septemberhälfte das Naturfreundehaus am Kalten Brunnen in Veitshöchheim der in Bochum beheimateten Widar-Schule Wattenscheid.
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34 Neuntklässler lernen zehn Tag lang durch praktisches Arbeiten, dass die richtige Waldpflege vielfältige positive Wirkungen nach sich zieht und wie wichtig der Wald für Wasser, Luft, Tiere, Freizeit und die Wirtschaft ist. In vier Gruppen aufgeteilt, verrichten die 18 Mädchen und 16 Jungen im Wechsel an vier Stationen zielstrebig und ohne Murren die ihnen von Widar-Gartenbaulehrer Christoph Tober gemeinsam mit Revierförsterin Annette Fricker aufgetragenen Arbeiten. |
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So sägt eine Gruppe auf Hochleitern durch Gurte abgesichert Bäume bis auf 14 Meter die Äste ab, um so deren Wert beim späteren Fällen zu steigern. An der zweiten Station widmen sich die Schüler der Waldrandgestaltung, fällen Buchenbäume, damit die lichtbedürftigen, fruchttragenden Straucharten wie Holunder, Haselnuss, Wildrose und Weißdorn bessere Lebensbedingungen bekommen. „Wir sind zwar sehr müde, aber es machte Spass" sagt die 15jährige Maria, die mit ihrer Gruppe einen verwilderten Waldabschnitt oberhalb des Sendelbachbrunnens vom Dickicht frei schnitt. „Durch unsere Arbeit kann sich neues Leben entwickeln" erkennt ihr Klassenkamerad Elias. |
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Gratis bekommt Aurelia von der vielen Bewegung an der frischen Luft eine gesunde Haut. „Alle Pickel sind weg" strahlte sie. „Durch Teamarbeit kann man viel erreichen" ist für ihre Freundin Julie eine wichtige Erkenntnis. Sie hat mit ihrer Gruppe soeben die alte Obstbaumkultur am Naturfreundehaus auf Vordermann gebracht und am Schluss drei neue Obstbäume gepflanzt. Am meisten Spaß macht dagegen dem 14jährigen Simeon die Arbeit am Verbrennungsfeuer. |
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Bereits um 6.30 Uhr am Morgen heißt es für alle: „Raus aus den Federn". Nach dem Frühstück verrichteten alle zielstrebig und ohne Murren die ihnen aufgetragenen Arbeiten und das von halb neun am Morgen bis um 16.30 Uhr am Nachmittag, selbst am Samstagvormittag steht die Arbeit auf dem Plan. Dafür schmeckt dann allen das von einer mitgereisten Mutter mit Hilfe von jeweils drei Schülern in der Küche des Naturfreundehauses lecker zubereitete Abendessen umso besser.
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Nach dem Abendessen, ist aber noch nicht Schluss. Ein jeder muss noch über die von ihm getane Arbeit einen Bericht schreiben und es stehen auch Vorträge zu Themen der naturnahen Wald-Bewirtschaftung, die Folgen der Abholzungen in Tibet und die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald auf dem Programm. Gleichwohl haben viele abends noch „Power" genug, sich auf dem angrenzenden Spielplatz auszutoben oder einen Spaziergang an das idyllische Mainufer und in den Hofgarten zu machen. Abwechslung bringt sonntags die Fahrt mit dem Schiff nach Würzburg mit Stadtrundgang und Nautiland-Besuch. |
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Erstaunt über das, was Jugendliche schon im Alter von 14 und 15 Jahren zu leisten imstande sind, zeigt sich Bürgermeister Rainer Kinzkofer, der am vorletzten Tag im Wald vorbeischaut, um den nordrhein-westfälischen Schüler nebst Lehrern und Betreuern zum Dank für die kostenlose Arbeit im Gemeindewald eine Pizza zu spendieren. |
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