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Hofgarten: Pegasus galoppiert wieder |
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Der von den Würzburger Fürstbischöfen angelegte und als einer der schönsten seiner Art in Deutschland geltende Rokokogarten hat in den letzten Jahren eine deutliche Aufwertung erfahren, in dem die Staatliche Schlösserverwaltung Schloss und große Teile der Gartenanlage umfangreich renovierte (siehe Beitrag hier).
Der Parnass ist die bedeutendste Skulpturengruppe am ehemals fürstbischöflichen Sommersitz.
In 16-monatiger Arbeit stellten Restauratoren ihn für 155.000 Euro wieder her.
Zeitungsbericht Mainpost vom 19.8.2010 hier
Gerhard Weiler, Chef der Schloss- und Gartenverwaltung Würzburg ist zufrieden, weil die Wasserspiele noch vor dem Ende der Saison wieder sprudeln. Diese laufen nämlich nur von April bis Oktober täglich von jeweils 13 bis 17 Uhr zu jeder vollen Stunde zehn Minuten lang.
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Das Volumen des Speicherbehälters im Wasserturm (3. Foto unten) an der westlichen Hofgartenmauer lässt keine längeren Laufzeiten am Tag zu. Vorwiegend über historische unterirdische Kanäle und über ein Wasserrad gelangt Wasser in den Speicher.
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16 Monate lang war die bedeutendste Skulpturengruppe des Gartens hinter einem Gerüst und unter einem Schutzdach verborgen.
Wind, Wasser und Wetter haben die Farbfassungen abgetragen und dem spektakulären Werk auch sonst arg zugesetzt.
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16 Monate lange mussten die Besucher des ehemaligen fürstbischöflichen Sommersitzes auch auf die Wasserspielei m Hofgarten-See verzichten. Jetzt sprudeln sie wieder, und der Parnass bleibt nicht länger verborgen.
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In der griechischen Mythologie ist der Berg Parnass, geweiht dem Gott Apollon, der Sitz der neun Musen, der Schutzgöttinnen der Künste. Der fränkische Bildhauer Ferdinand Tietz hat ihn 1766 im Auftrag des Fürstbischofs aus Sandstein gehauen, mitsamt der Musen.
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Er krönte seinen Berg mit dem sich aufbäumenden Pegasus, dem geflügelten Ross der Dichter. Der Pegasus war einst golden, die Musen waren weiß.
Beim Pegasus wurde an den Vorderläufen die teilweise abgeplatzte Steinersatzmasse an der entrosteten Bewehrung angebracht und mit Kunstharz verklebt.
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1988 tauschte die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung die Musen gegen Kopien aus; die Originale lagern in der Orangerie im Hofgarten der Würzburger Residenz.
Marion Eyßelein, Bauleiterin vom Staatlichen Bauamt Würzburg, (Bildmitte mit ihrem Chef Joachim Fuchs li. und Gerhard Weiler re.) berichtet, dass neue Abgüsse nicht nötig waren. Die Kopien der Schutzgöttinnen wiesen nur geringe Schäden auf.
Stark verwittert waren dagegen die Steine des im Wasser stehenden Sockelbereichs.
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Die Mörtelergänzungen der 1950er Jahre offenbarten erhebliche Schäden. Ersetzt wurden große Fehlstellen, abgewitterte Teile wie die steinernen Kürbisse. Nicht erhalten konnten die Restauratoren die roten sandsteinernen Rustika-Gewände der vier Tore zur Wassergrotte im Sockelgeschoss des Parnass. Sie wurden erneuert, ebenso die westlichen Bögen der Sockelvorsprünge, auf denen die Musen stehen. |
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Mit Härte- und Feuchtigkeitsmessungen ergründeten Experten das Verhalten des Sandsteins bei Durchfeuchtung und Austrocknung, um sowohl das Steinergänzungsmaterial als auch den neu einzubauenden Naturstein zur Vermeidung künftiger Schäden möglichst optimal dem originalen Stein anzupassen. Alle Metallteile wurden entrostet und mit Rostschutz gestrichen, offene Fugen geschlossen, alte und neue Oberflächen zum Schutz vor Wassereintrag mit einer Silikonharzfarbe im Farbton des Steines gestrichen. |
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