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Kabarett Frei + Frank lässt Veitshöchheim aufblühen |
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Reichlich Stoff liefert die gemeindliche Aktion „Veitshöchheim blüht auf" dem Veitshöchheimer Kabarett „Frei & Frank" in seinem neuen Programm „Gedanken los".
In einer Ratssitzung offenbart das Trio die grandiose Idee, die Kirchstraße dicht zu machen und nach Pflasterausbau in einen Palmengarten und nach Wasserflutung in einen Canale Grande zu verwandeln. Zur Aktion haben sie auch einen eigenen Song kreiert.
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„Die Köpfe frei machen, die Gedanken fein ordentlich sortieren, damit das Denken nicht zur Glückssache wird." Diesen Ratschlag gibt das Kabarett den Besuchern mit auf den Weg.
Bei der Premiere am 26.12.2008 in der restlos gefüllten Aula der Eichendorffschule präsentiert sich das vor achtzehn Jahren von den örtlichen Hauptschullehrern Günter Stadtmüller und Wolfgang Walter ins Leben gerufene Kabarett nach einjähriger Pause in Hochform.
Das auch in Fachkreisen anerkannte Hobby-Kabarett wartet zu Themen wie Bankenkrise, Baby-Baisse, Bayern-„Bolidigg" oder blühendes Veitshöchheim auf Ortsebene mit originellen Ideen und toller Situationskomik auf, die bei den 180 Premierenbesuchern ständig zu Lachsalven führen.
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Stadtmüller charakterisiert wieder in unnachahmlicher Art und in verschiedenen Rollen den typischen Franken. So gibt er als Witzeschreiber seine Steuererklärung ab und bekommt einen Dauer-Lachanfall, als er sich über die Bürgermeisterkandidatin amüsiert, die im Wahlkampf mit kleinen Gläschen den Wählern Honig ums Maul schmieren wollte.
Sein Kollege Walter brilliert mit philosophischen Einlagen über die Frage „Was ist Intelligenz" oder „Was denken die Leute."
„Frauenpower" Heike Mix erweist sich einmal mehr als höchst belebendes Element zwischen ihren männlichen Kollegen.
Zu den in seinem Tagebuch skizzierten Glücksmomenten des Jahres zählt für Stadtmüller die Eröffnung der neuen „bandscheibenfreundlichen" Wertstoffsammelstelle. Dieses „Wertheim Village für Schrott" habe sich zum „Haus der Begegnung" entwickelt, dem zum Naherholungszentrum nur noch eine Cafeteria und ein Spielplatz fehlen.
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Nach der Pause haben zunächst die Gedankenspielereien über den Mensch als Individuum Hochkonjunktur. So lässt Walter seinen Lebenslauf Revue passieren, wie er in seiner Jugend als verspäteter 68er agierte, dann heiratete, Kinder groß zog und nun seine letzten Gedanken zur Erkenntnis reiften, dass sein letztes Hemd keine Taschen hat.Zur Anhebung der Geburtenrate kürt das Trio die Idee, mit dem Familienförderprogramm RRBJF „Rüstige Rentner beglücken junge Frauen" die Geburtenrate anzuheben und statt Rente dann Kindergeld zu beziehen.
Ätzend der Sketch des Trios, bei dem hochbetagte Senioren zur Vermeidung des Pflegefalls schon die Sterbehilfe im Handy-Visier haben, bis sie doch noch die Kurve bekommen und sich auf der über 60-Party im Weingut Hessler vergnügen.
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Für Abwechslung sorgen immer wieder Liedbeiträge wie „Die Gedanken sind frei" |
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und Markus Rummel am Piano, der unter anderem seine als Schwabe in Franken erlittenen Qualen humorvoll zum Besten gibt. |
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„Klare" Gedanken über ihr Dasein als Frau kommen Heike Mix nach kräftiger Stärkung aus der Schnapsflasche, während sie wenig später die Männerwelt warnt, sich vor kreativen, blonden Frauen in acht zu nehmen.
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Ein besonderes Spektakel haben die Akteure am Schluss auf Lager, als sie aus dem Jenseits Walter als Aloisius der bayerischen Staatsregierung senden, mit einem geistigem Carepaket, das heißt einer Tasche voller Hirn. Dieses stößt aber auf wenig Gegenliebe, denn Stadtmüller lässt in seiner Rolle als Horst Seehofer verlauten: „Wer in Bayern ein Amt übernimmt, braucht kein Hirn". |
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