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Dokumentation der Jurybesichtigung am 8. Juli 2009 PDF Drucken E-Mail

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(nachstehende Fotos D. Gürz)


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Die "Blumenkinder" vom Bilhildiskindergarten begrüßten die Jury bei ihrer Ankunft im Rathaushof einem Polka-Tanz
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Erste Station im Sitzungssaal: Nach der Begrüßung und zusammenfassender Erläuterung durch den Bürgermeister wurde der Jury der von Echtzeitmedia erstellte Videofilm präsentiert. Im Hintergrund die an Ausstellungswänden platzierten über 200 DIN A3-Poster. Diese Ausstellung zeigte der Jury fast alle gärtnerischen Leistungen und Aktionen im Rahmen von „Veitshöchheim blüht auf", insbesondere auch wie die örtliche Jury am 18.6.2009 die im Privat-Gartenwettbewerb prämierten 17 Anwesen bewertet hat.
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jurybereisungtouristik Susanne Kleym, Geschäftsführerin Touristik-GmbH Würzburger Land stellte ihre Einrichtung vor:
"Was hier in Veitshöchheim im Mai 1994 nach dem Motto „Nur gemeinsam sind wir stark" auf Initiative der Gemeinde mit der Gründung der TWL erfolgte, wurde im Tourismusverband Franken zum Vorzeigeobjekt, das auch gerne als „Modell Veitshöchheim" von anderen Kommunen übernommen wurde. Neu war damals, neben der Gebietsausdehnung auf die benachbarten Maintalgemeinden, auch Leistungsträger wie Hotel-, Gastronomie- und Winzerbetriebe als Gesellschafter mit ins Boot zu nehmen.

rosengarten Ein Higlight unter den neu gestalteten Grünflächen: Der Rosengarten für Hochzeitspaare an der Hofgartenmauer.
bilhildisflaeche "Der Rokokogarten und seine Ausläufer"
Umgestaltung der 300 m² - Pflanzfläche vor dem Bilhildis-Kindergarten hinter dem Rathaus
gernecksplatzschulteuwg „Die Bahnschiene" - Umgestaltung Gernecksplatz nach der Planung von LWG-Studenten, vorgesetellt von Gartenbaulehrer Andreas Schulte - im Hintergrund Grünpaten vom UWG-Ortsverein

buecherei1 Die gemeindliche Bücherei im Bahnhof tut viel zur Naturerziehung und Umweltbildung. Soi offeriert sie zielgerichtet Medien (Bücher, Zeitschriften und CD‐ROMs) für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Bereich Natur, Tiere, Ökologie, wechselnde Medienpräsentationen im Lesecafé zu den Themen: Blumen, Pflanzen allgemein, Garten im Lauf der Jahreszeiten
Rätsel des Monats für Kinder von 6 ‐12 Jahren zum Thema Natur

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Laufend sind hier auch Veranstaltungsreihen zur Naturerziehung wie im Juni 2009 über das „Phänomen Biene" oder zur Zeit die Ausstellung „Feldhamster, Wiesenweihe und Co.-Schätze aus dem Tierreich Mainfrankens" und „Der heimische Garten - Eine kleine Oase für unsere Tiere und Pflanzen" mit Führung von Schul- und Kindergruppen durch Marc Sitkewitz vom Vogelschutzbund.
bahnhofpflanzflaeche „Bahnfahrt" nannten LWG-Studenten die Umgestaltung der Pflanzfläche Echterstraße vor dem Bahnhofsgebäude

hofgartenrokokodamen Begrüßung der Jury im Hofgarten-Schloss durch die vier Veitshöchheimer Rokokodamen, die den Gästen ein Gläschen Sekt servierten (von rechts): Christl Röhm, Marga Endres, Elke Götz und Annedore Gillmann, das ringt auch dem Juryvorsitzenden Dr. Rüdiger Kirsten (inmitten der Damen) ein Lächeln ab.
hofgartenbechtold Da es draußen gerade regnete, erläuterte der technische Leiter der Schlossverwaltung Manuel Bechtold (3.v.l.) der Jury die deutliche Aufwertung durch umfangreiche Maßnahmen in den letzten drei Jahren
anhand des Modells.  "Europas schönster Rokokogarten" in den letzten Jahren, in dem die Bayerische Schlösserverwaltung Schloss und große Teile der Gartenanlage umfangreich renovierte.

 

helbingfrederich Im Rokokogarten beeindruckte die Jury die sehr intensive Beziehung der Bevölkerung zu diesem Gartenjuwel. Frederich Helbing, Preisträger beim "Jugend musiziert" symbolisierte mit seinem Gitarrenspiel, dass viele Kulturelle Veranstaltungen der Gemeinde im Hofgarten stattfinden.

kirchplatz Andreas Schulte erläutert die Pflanzung am Kirchplatz. Die Farben der Pflanzung stehen für die Farben Rot, Weiß und Grün, jeweils bezogen auf die Kirche, das Rathaus und die Bank. „Liebe, Reinheit und Hoffnung im harmonischen Blüten-Farb-Dreiklang" nannten die LWG-Studenten ihre Semesterarbeit.
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Als „vorbildlich" wurde der Jury am Eingang zum Vitusschulhof das Engagement von Elisabeth Maseizik bei „Veitshöchheim blüht auf" genannt.Die Künstlerin hatte ohne Honorar mehrere Verteilerkasten der Energieversorgung nördlich des Hofgartens, im Rathaushof und am Schulgang zur Vitusschule künstlerisch mit Acrylfarben im expressionistischen Stil bemalt.
Im Bild links oben Main-Post Fotograf Norbert Schwarzott beim Fotoshooting (rechts oben sein Ergebnis, abgebildet in der Mainpost-Ausgabe am 10.7.2009).

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Rechts die von der Künstlerin in der neuen Schulhofpflanzung "Fränkischer Bauerngarten" angemalten Verteilerkästen mit dem Motto "Wissen ist Macht".
blumenoberemaingasse Verschönerungsvereinsvorsitzender Burkard Löffler schildert am Beispiel der Oberen Maingasse das Engagement der Bürger alljährlich Fassaden, Balkone und Vorgärten mit Blumen zu schmücken. Gemeinde und Verschönerungsverein prämieren heuer im 28. Jahr den schönsten Blumenschmuck mit Urkunden und Geldpreisen von insgesamt 1.500 Euro. Im Vorjahr wurden damit 62 Anwesen ausgezeichnet.
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mainlaenderosen5 Dass die Mainuferpromenade zu jeder Jahreszeit gleichermaßen für Einheimische und Besucher ein besonderes Flair ausstrahlt, ist vor allem auch den Gemeindegärtnern zu verdanken, die im Rahmen von „Veitshöchheim blüht auf" besonders einfallsreich das florale Outfit aufpolierten, wie z.B. die Pflanzbeete mit prächtig aufblühenden Stauden- und Rosenbeeten. Zur Erinnerung an die grandiose Grünflächenunterhaltung am Vatertag war auch das Projekt "KUNSTmobil" präsent.
mainuferheller Im Bild erläutert der gemeindliche Gärtnermeister Sebastian Heller insbesondere die inzwischen prächtig gediehene und trotzdem pflegeleichte Staudenmischpflanzung "Veitshöchheimer Silbersommer", die nicht nur an der Schiffsanlegestelle, sondern auch  auch am Güßgraben an der Parkplatzzufahrt am Mainsteg für Lichtblicke sorgt.
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Dass Veitshöchheim eine sehr kinderfreundliche Gemeinde ist, offenbarte der Jury allein schon die Mainlände mit den vielen hier geschaffenen Spielmöglichkeiten vom Skaterpark über den Basketball- und Rollschuhplatz bis hin zu den Spielplätzen im Turngarten der Vitusschule und in der nördlichen Mainuferpromenade.
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Großer Beliebtheit bei Einheimischen und Gästen erfreuen sich inzwischen auch der erst vor kurzem von der Feuerwehrjugend erstellte "Blindengerchte Barfußpfad" und die Kneipp-Wassertretanlage, die auch das touristische Angebot erweiterten.

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Ab hier ging die Bereisung mit einem Nostalgiebus weiter, der eine ganz gute Sicht nach außen gewährte.
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Vorgestellt wurde auf der Vorbeifahrt natürlich auch die beispielhafte Neugestaltung der Flächen unterhalb der Bahnbrücke:

  • Neuanlage von 57 geschotterten Stellplatz als Bedarfsparkplätze bei Großveranstaltungen im Ort
  • erfolgreiche Grünpatenaktion zur Anlegung einer Baumallee im Pflanzstreifen zur Pont-l'Evêque-Allee mit 15 japanischen Apfelzierbäumen (Malus Floribunda Evereste)
  • Anlegen der Restflächen  als Blumenwiesen und mit der Staudenmischpflanzung "Veitshöchheimer Silbersommer"
  • künstlerische Graffiti-Gestaltung der Pfeiler durch Christoph Döring
blumenverkehrsinselrewe ebenso die durch die Gemeindegärtnerei neugestalteten Pflanzstreifen zwischen Straße und Gehweg am Rewe-Markt

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Nächste Station war im Caritas-Altenheim Sankt Hedwig, wo der Weg zunächst an einer von einer Altenheimbewohnerin gepflegten Blumenwiese und entlang des vor einer Woche noch prächtig blühenden Rosengartens des Heimes führte zum Innenhof-Pavillon, wo gerade Blumenhaus-Senior Helmut Reim mit Senioren bei der "Gartentherapie" tätig war.

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Die Besichtigung des beim Wettbewerb "Schönste Privatgarten in Veitshöchheim" prämierten Gartens der Familie Dömling südlich des Hofgartens und die Präsentation offenbarte der Jury, dass laut Dr. Kirsten die Gartenkultur in Veitshöchheim einen guten Boden hat, die sich durchaus mit anderen Gärten in Deutschland messen und zeigen kann.

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blumensteinstrae1 Die Fahrt zum Freibad führte dann vorbei an den ehemals gepflasterten und nun durch die Gemeindegärtner  blühenden Straßenteilern vor der "Neuen Anlage" und gegenüber der Shell-Tankstelle, wo die Gemeinde auch an der Abfahrt der B 27 einen "blühenden" Ortseingang schuf mit Blumensäule, Blumenampeln und rotem Rosenbeet vor dem instandgesetzten Denkmal.

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Nach zweieinhalb Stunden gab es im Freibad eine Stärkung mit alkoholfreien Cocktails und Häppchen. Vorgestellt wurde hier der Jury vom Bürgermeister das von der Gemeinde  ausschließlich mit Eigenmitteln für 7 Mio. Euro aufwändig sanierte Freibad.


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Anstelle des alten klobigen, zweigeschossigen Umkleidegebäudes empfängt seit Mai 2007 die Badegäste ein modernes, ebenerdiges und geschwungenes Entreegebäude mit komfortablen Umkleiden, Sanitäranlagen und Gastrobetrieb.

Das Freibad ist nun ein Freizeitparadies im Grünen, das allerhöchsten Ansprüchen gerecht wird, sportlich orientiert mit zahlreichen Attraktionen innerhalb und außerhalb der mit Edelstahlbecken ausgestatteten Wasserflächen, mit viel Grün, einer Menge Bäumen, blühenden Sträuchern und Stauden, Rosenbeeten und einem tollem Blick auf unberührte Natur. Hier hat sich der Standortübungsplatz zum Biotop mit höchster Bioversität entwickelt.


kaserneneingang Auf der Weiterfahrt einen kurzen Halt  gab es an der neugestalteten Kaserneneinfahrt. Auch innerhalb der Kaserne wurde die Eintönigkeit zwischen den Gebäuden durch viel Grün  und blühenden Stauden aufgelockert.

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Auf der Fahrt durch das 30 Hektar große Gewerbegebiet wurde der Jury an einer Reihe von Beispielen (Hahn-Studio, neue Stellplatzplanung KBAMetronic, Flammersberger, Röder, Frankenindustrie, Avantgarden - Foto links - und NKM-Noell Spezial Cranes) erläutert, wie die von der Gemeinde durch eine Reihe von Festsetzungen im Bebauungsplan vorgesehene nachhaltige Grünordnung und Regenrückhaltung vorbildlich umgesetzt wurde.
Aktuell zu sehen war im Bild rechts, wie Im Rahmen einer Betriebserweiterung der Franken-Industrie hier das gesamte Oberflächenwasser aus 9.500 m² Dach– und befestigter Fläche einem 176 m² großes Regenüberlaufbecken (10 m Durchmesser, 1,95 m Wasserhöhe) zu geführt wird und das überschießende Wasser in einen 900 m³ großen Sickerteich mit einer Einstauhöhe von 2,10 mfließt . Das Gelände wird natürlich noch gärtnerisch angelegt.

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silbersommersvv Weiter ging es mit dem Nostalgiebus über die in voller Blüte stehende Kreisverkehrsanlage, vorbei an der Blumensäule vor dem Weingut Hessler und der Silbersommerpflanzung am Zugang zum SVV-Sportzentrum (hier Kurzvorstellung des Brunnenprojektes des SVV) zur nächsten Station im Waldfriedhof.

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Im Waldfriedhof führt die LWG-Landespflege auf der zur Zeit sehr lückigen, baumbestandenen Rasenfläche vor der Aussegnungshalle in Zusammenarbeit mit der Gemeinde eine Versuchsreihe durch.

Im Bild erläutert LWG-Gartenbaulehrer Andreas Schulte der Jury, dass der Versuch mit vier Staudenmischungen, zusammengesetzt aus Arten, die sich selbst unter extremen Standortbedingungen wie Schatten, Trockenheit und Wurzeldruck entwickeln, Aufschluss geben soll über die Staudenverwendung unter Bäumen. Die hier in mehreren Wiederholungen aufgepflanzten Mischungen werden hinsichtlich ihrer Einsatzmöglichkeiten als attraktive und farbenfrohe Unterpflanzung schattiger Standorte im Hausgarten und öffentlichen Grün erprobt.

Mangels Zeitdruck konnten von der Jury nicht mehr die Neu-Pflanzung "Lichtblicke" (links unten) und die in einer grünen Nische angelegte Kolumbarien-Anlage (rechts)  in Augenschein genommen werden, sondern nur ein Hinweis auf die Darstellung in den Bereisungsunterlagen (wie in vielen anderen Fällen auch) erfolgen.

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Die wohnungsbauliche Entwicklung von Veitshöchheim, die sich in den letzten beiden Jahrzehnten überwiegend im Gebiet nördlich der Gartensiedlung vollzog, stellte Ortsplaner Dr. Hartmut Holl im Areal der Mietwohnanlage der Bayerischen Architektenversorgung an der Wolfstalstraße anhand des Strukturplanes vor, den das dänische Büro Vandkunsten 1986 im Rahmen einer von der Obersten Baubehörde initiierten Demonstrativbaumaßnahme erstellt hatte. Die Bebauung erfolgte nach diesem Plan in mehreren Bauabschnitten unter Berücksichtigung aller möglichen Wohnformen. Zuletzt ausgewiesen wurde Speckert VI zur Sicherstellung eines harmonischen Übergangs zur freien Landschaft mit eingeschossigen Einfamilienhäusern.
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Neue Maßstäbe im Mietwohnungsbau setzte nach vorangegangenem Architektenwettbewerb die von Dr. Holl der Jury vorgestellte Mietwohnanlage der Bayerischen Architektenversorgung. Die 75 Wohnungen (17 Zwei-, 52 Drei-, 1 Vier- und 5 Fünfzimmerwohnungen bei Größen von 60 bis 115 Quadratmeter) lassen hinsichtlich Architektur, Bau-Ästhetik, Funktionalität, Qualität der Ausstattung, Energieminimierung und Freiraumplanung keine Wünsche offen. Dies fängt an bei der hellen, durch Deckenöffnungen natürlich belichteten und übersichtlichen Tiefgarage mit 84 Stellplätzen und setzt sich fort über den Fassaden-Vollwärmeschutz, Wärmeschutzverglasung und Schallentkopplung tragender Bauteile. Der Energie- und Ressourcenverbrauch wird minimiert durch mehrere Zisternen mit 40 Kubikmeter Volumen, in denen Regenwasser zur Toilettenspülung und zur Bewässerung der Grünanlagen verwendet wird. Optimal ist auch die Energieausbeute, die durch zwei kleine Blockheiz-Kraftwerke, Brennwert-Technik, Nutzung der Abwärme zur Beheizung und Warmwasser-Erzeugung sowie den Stromverkauf erreicht wird.

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Auf reges Interesse seitens der Jury stieß auch die Stippvisite durch Mustersiedlung des  Sozialen Wohnungsbau (auch „Blaue Traube" genannt), die mit 7 ET + 18 Mietwohnungen als erstes Teilgebiet des Strukturplanes  realisiert wurde. Unter dem Aspekt kosten- und flächensparendes Bauen wurden hier die Qualitäten des Familienheimes mit Garten in den sozialen Wohnungsbau mit 25  umgesetzt und das gemeinschaftliche Wohnen gefördert.
Diese autofreie Wohnanlage besticht auch heute noch durch ihre besondere Qualität, Freiraumgestaltung und Grünordnung, insbesondere auch durch das sog. "halböffentliche" Grün (re. unten)  als Abstandsgrün zur "alten" Gartensiedlung.
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Die Ziele des Landschaftsplanes 2002 (u.a.
bei der Ausweisung von Baugebieten die Sicherung einer für Natur und Landschaft verträglichen Ortsentwicklung:

Freihaltung von Bereichen mit hoher Bedeutung für den Landschafts- und Naturhaushalt, ausreichend bemessene Durchgrünung der vorgesehenen Bebauung) erläuterte Dr. Holl bei einem Kurzhalt des Nostalgiebusses am "Weg der Jahresbäume" anhand der Grünordung und der Ausgleichsflächen für das Baugebiet "Speckert VI".


Im Bild links zu sehen der Grünkeil mit Blickbeziehung zur Kuratie-Kirche am Danziger Platz und die gelungene landschaftliche Einbindung der Wohnbebaung, die sich im Halbrund im gesamten Speckert VI fortsetzt (Foto rechts). Durch lineare Grünstrukturen entlang der in die freie Landschaft führenden Stichwege  entstand eine Verzahnung des in die Landschaft ausgreifenden Baugebiets mit der Natur. Die kleinkronigen Baumreihen bilden das verbindende Elelment zwischen Siedlungsbereich und freier Landschaft.


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Die 1,6 Hektar große Ausgleichsfläche, zu der neben einer neu angelegten Streuobstwiese zur anderen Hälfte extensiv genutztes Grünland gehört, ist nachhaltig und auf Dauer gesichert, kann also nie bebaut werden. Martin Degenbeck erläuterte der Jury den Streuobstbau-Langzeit-Versuch der LWG mit neuen resistenten Apfelsorten im Bereich der rund 8.000 m² großen Streuobstwiese, auf der gemeindliche Gärtner 75 Obstbäume im 10-Meter-Raster gepflanzt hatten.

In den neu angelegten Weg der Jahresbäume (unten) integriert ist diese ebenfalls neu aufgestellte, über den LWG-Versuch informierende Tafel.

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.Ein Vielfaches an Bäumen der Jahre 1989 bis 2009 nebst Jahrtausendbaum hätte aufgrund der Resonanz gepflanzt werden können, die der neu geschotterte Weg der Jahresbäume auf der Siedlungshöhe im Bereich der Ausgleichsflächen des Baugebietes Speckert VI bei Bürgern und Vereinen fand, wie Eigenheimerbund-Vorsitzender Herbert Mennig der Jury erläuterte

wildsstrauecher Integriert in den Weg  wurde auch die Aktion "Vögel brauchen heimische Sträucher" ventsprechend dem Poster „Veitshöchheimer Morgengruß - Galakonzert der Gartenvögel", erstellt von Marc Sitkewitz, dem Leiter der Geschäftsstelle Veitshöchheim des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV).Zu Beginn des Weges pflanzten die Gemeindegärtner von einem Bürger gesponserte Wild-Sträucher der Vögel-Hitparade.

Leider keine Zeit blieb auf der Weterfahrt durch die vorbildlich verkehrsberuhigt gestaltete  Egerlandstraße für einen Blick in den Kuratiekindergarten, in dem der Eigenheimerbund mit den Kindern Obst-, Zier- und Beerensträucher gepflanzt hatte, damit diese das Wachstum der Früchte von der Blüte bis zur Reife mit erleben und schätzen lernen können. Der Kindergarten verfügt seit kurzem auch über ein abwechslungsreiches Gelände mit vielen Spielräumen und auch über einen Nistkasten mit Kamera.

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Zum Mittagessen ging es dann ins Casino des BFW für Blinde und Sehbehinderte, vorbei an den attraktiv gestalteten Außenanlagen, wo Geschäftsführer Alfred Schulz die Einrichtung vorstellte. Dank der hervorragenden Organisation durch Küchenchefin Lotte Will, die die Gäste am Eingang abholte, konnte das Mittagessen noch schneller als eingeplant eingenommen werden.

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gymnasiumjongleure Der Fußweg vom BFW führte dann auch ins Gymnasium, wo Schulleiter Dieter Brückner die Gäste begrüßte, Friedrich Reim das von ihm durchgeführte Projekt "Innenraumbegrünung" durchführte und Mitglieder Jongleurgruppe ihr Können demonstrierten.

schulsportzentrum Beim Gang durch das Schulsportzentrum stellte der Bürgermeister bei einem Halt an der Dreifachturnhalle die von der Gemeinde ständig  in Schuss gehaltene Freisportanlage Kampfbahn Typ C mit neuem Beachvolleyballplatz vor.

schulgartenfoerderschule Auf der Treppe abwärts fiel der Blick links in den Schulgarten der Rupert-Egenberger-Förderschule. HierHier gibt es Lebensräume für Tiere (Schmetterlingsstrauch, Insektenhotel, Eidechsenmauer, kleiner Fischteich, Igel- Winterplatz...), eine ruhige Sitzecke mit Mosaik, ein Barfußpfad, verschiedene Blumenanpflanzungen, Kräuterspirale und jede Klasse hat außerdem ein eigenes Beet, das es bepflanzen kann.

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schulgarten4 Zu einer Stätte der Bildung, Kunst und Natur umgestaltet wurde der Schulgarten der Eichendorff-Volksschule, die Rektor Otto Eisner vorstellte.Der Schulgarten dient nun für schulische und außerschulische Veranstaltungen, für Konzerte, Freilufttheater oder Schulfeste genutzt werden. Aufgrund seiner naturnahen Gestaltung mit parkähnlichem Charakter inmitten der umliegenden Bewegungs- und Spielräume, eignet sich der Schulgarten nun auch hervorragend als Klassenzimmer im Grünen und als Natur-, Sinnes- und Ruheraum für die Pausen. Angelegt wurde hier auch ein "Loki-Schmidt-Beet" mit Wildblumen.

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grundschulehanggestaltung 270.000 € investierte die Gemeinde in die vorbildliche Neugestaltung des Pausenhofes der Grundschule (Dreiteilung in Spiel-, Bewegungs- und Ruhebereichen und einer aufwändigen Bepflanzung mit vielen Bäumen, Sträuchern und blühenden Stauden).
Sehenswert ist nun auch die Neupflanzung auf der Südwestseite des Schulgebäudes. Der Böschungswinkel wurde durch Aufschichten von Drahtgabionen und Ausgleichen der Hangneigung mit Mainaushub verändert. Durch Substrat entstand ein idealer Standort für Staudenpflanzung in Steinlage und voller Sonne.

 


blumenwiesequerspange1 Die Umgestaltung des Straßenbegleitgrüns in der Günterslebener Straße unterhalb der Querspange in eine Blumenwiese sponserte eine Anliegerin.
eigenheimer Eigenheimerbund-Vorsitzender Herbert Mennig stellte bei der Vorbeifahrt die Umgestaltung der Verkehrsinsel Friedenstraße vor, für die der Verein die Grünpatenschaft übernahm. Die Mit 13 fleißigen Helfern hatte der Verein am 9. Mai 2009  die Grünfläche nach den Plänen der LWG-Studenten in eine ansehnliche, charakteristische Heidelandschaft verwandelt. Die Pflanzkosten sponserte der Verein mit 2.000 Euro. Während der Besichtigung führten die Eigenheimer gerade einen Pflegegang durch.
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Wegen der Vielzahl der zu besichtigenden Objekte konnte auch die in voller Blütenpracht stehende Blumenwiese von der Gartensiedlung zum Maincenter nur aus dem Bus vorgestellt wrden.
Die über 5.000 m² große Stillegungsfläche hat sich durch  die im Herbst 2008 erfolgte Aussaat mit einer mehrjährigen, blütenreichen Saatgutmischung inzwischen zu einem ökologisch wertvollen Lebensraum für Mensch, Flora und Fauna entwickelt.
sandaecker1 Ortsplaner Dr. Holl erläüterte hier der Jury, dass die insgesamt 29,2 ha großen Gebiete „Sandäcker" und „Am Geisberg" oberhalb und unterhalb der Querspange nach dem geltenden Flächennutzungsplan die letzten großflächigen Entwicklungsgebiete innerhalb des Gemeindegebietes bilden.
Nach der von ihm in einer Machbarkeitssudie vorgeschlagenen Entwicklungsvariante B sollen die 3,9 ha großen kartierten Biotopflächen innerhalb des Plangebietes entsprechend den Zielsetzungen des Landschaftsplanes vollständig erhalten werden.
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Die Umgestaltung des Dorfplatzes in Gadheim war das nächste Ziel. Diesen schmucklosen, als pflegeleichte Rasenfläche angelegten Platz verwandelten im Frühjahr 2009 Auszubildende des Markushofes nach der Planung des Ausbilders Walter Ziermann in Absprache mit den Gadheimer Bürgern in eine reichlich aufblühenden Sommerblumen-Oase unter lauschigen Bäumen. Attraktion der Neugestaltung ist inmitten des neuangelegten 200 m² großen Pflanzbeetes ein elf Tonnen schwerer Muschelkalk-Quellstein.
energieeffizienzwalterdieck Gleich um die Ecke im landwirtschaftlichen Hof erläuterte Inhaber Walter Dieck den privaten Einsatz erneuerbarer Energien wie die Hackschnitzelheizung, mit der er bei einem Verbrauch von 250³ Hackschnitzel eine Fläche von 600 m² beheizen und dadurch pro Jahr 16000 l Heizöl einsparen kann. Desweiteren hat er 3 Photovoltaikanlagen installiert (2004, 2005, 2008) , mit denen er 105.000 KWh jährlich (= Stromerzeugung für ca. 25 Vier-Personenhaushalte) erzielen und dadurch jährlich mind. 72 t.CO2-Emission vermeiden kann. Außerdem hat er 2 Blumenwiesen am Verbindungsweg nach Gadheim und in der Raiffeisenstraße vor demFleischereibetrieb mit der Pflückmischung „Sommerzauber" eingesät.
klimaschutzkonzeptkess Die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes (Energieleitplan) für das gesamte Gemeindegebiet durch das von der Gemeinde auserwählte Architekturbüro Haase stellte dessen Mitarbeiter Herr Kess vor. Wie er der Jury erläuterte, gelte es die Einsparpotentiale für öffentliche und private Gebäude aufzuzeigen, umsetzbare Maßnahmen zur Energieeinsparung und regenerative Energieerzeugung zu entwickeln und ein Gesamtkonzept für eine CO²-neutrale Gemeinde zu erstellen. Das Leitbild der CO²-Neutralität soll sowohl bei der Errichtung und Sanierung von Gebäuden als auch langfristig für die gesamte Gemeinde umgesetzt werden.
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Als nächstes war eine Fahrt durch den Gemeindewald zum Seelein geplant. Anstelle dessen ging es durch das Sendelbachtal, wo Revierförsterin Annette Fricker im Bus anschaulich über die die naturnahe Waldbewirtschaftung informierte. Am Ziel oberhalb der Weinberge erläuterte sie dann noch die hier im Naturschutzgebiet durchgeführte Waldsaumpflege. Die Treppe hinab führte dann zum Weinlehrpfad, den die Kulturreferentin Karen Heußner vorstellte. Die Thüngersheimer WEinprinzessin servierte ein Probiergläschen Wein, ehe es dann zur Abschliussbesprechung in die LWG ging, wo Direktor Oskar Kress die Gäste begrüßte.

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Veitshöchheimer Augenblicke

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